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Mit einem Garten bin ich schon aufgewachsen, aber mein Interesse beschränkte sich auf ein paar Kinderversuche wie Kartoffeln anbauen, Blumen säen oder auch mal eine halbe Stunde Unkraut jäten. Eigentlich habe ich nur gemerkt, dass meine Mutter sehr viel Zeit dort verbringt und dass das Ganze wohl mit viel Arbeit verbunden ist. Also ganz sicher nichts für mich!
Nach meinem Auszug in die erste Mietwohnung in einem Zehnparteienhaus habe ich einen Garten auch erst mal überhaupt nicht vermißt. Vor dem Eingang befanden sich rechts und links ein paar wildwuchernde immergründe Sträucher und das war's auch schon. Irgendwann wurde das Haus außen neu angelegt und die Sträucher wurden mit Stumpf und Stiel ausgegraben. Danach passierte nichts mehr und das Brachland wucherte langsam mit Unkraut zu. Ich gebe zu, das hat mich dann doch gestört. Und ich habe den Eigentümern vorgeschlagen, die beiden Beete (insgesamt vielleicht 20 qm) zu pflegen und zu bepflanzen - was ich dann auch getan habe. Da habe ich zum ersten Mal gemerkt, dass mir das doch Spaß macht. Leider sind wir kurz darauf umgezogen und da war dann nichts mehr mit Garten.
In der zweiten Mietwohnung musste ich mich auf meinen glücklicherweise recht großen Balkon beschränken, der aber leider reine Nordlage hatte. Viel gediehen ist dort nicht, die Sonne hat einfach gefehlt.
Im Sommer 2005 hatte mein Mann dann die Idee, selbst zu bauen. Besonders gereizt hat mich das nicht, da ich von meinen Eltern wußte, wieviel Arbeit ein eigenes Haus macht. Aber - er hat mich mit der Aussicht auf einen eigenen Garten dann doch geködert! Und so zog ich im Sommer 2006 in die Wetterau, nichtahnend, was alles auf mich zukommen sollte...
Stand: Juni 2011
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